Gestern fand im BVB-Lernzentrum die erste von zwei Veranstaltungen von ballspiel.vereint! im Rahmen der FARE-Wochen statt. Gegen 19 Uhr hatten sich schon etwa 70 Leute vor dem Stadion versammelt, um den Vortrag von Maik Schneider über die diesjährige Gedenkstättenfahrt nach Lublin zu hören. So war der Raum gut gefüllt, als die Veranstaltung eröffnet und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßt wurden.

Maik begann seinen Vortrag mit einer kurzen Dokumentation der ARD-Sendung „Kontraste“, die die unverhältnismäßigen und nicht stattfindenden Finanzierungsmaßnahmen der Politik in Bezug auf Gedenkstätten in Polen offenlegte. Anschließend erzählte er den Zuhörerinnen und Zuhörern von der einwöchigen Reise nach Lublin im Juni dieses Jahres, die vom Fanprojekt, der Fanbetreuung, der Fanabteilung, der Steinwache Dortmund und der Auslandsgesellschaft NRW organisiert worden war. Sein Vortrag beschrieb sowohl die grausamen Geschichten der Vernichtungs- und Konzentrationslager in Ostpolen, als auch die Art und Weise, wie heute mit diesen Orten des Schreckens umgegangen wird. Dabei wurde immer wieder deutlich, dass zwar an einigen Orten an die Opfer der Shoa in großem Rahmen erinnert wird, an anderen Orten aber auch Ignoranz und Gleichgültigkeit im Umgang mit der jüdischen Geschichte deutlich sichtbar sind. Nach dem etwa sechzig minütigen Vortrag war noch Zeit, die offen gebliebenen Fragen zu beantworten und über den Vortrag zu diskutieren. Am Ende wurde die Veranstaltung mit dem Aufruf beendet, über das Gehörte nachzudenken und zu überlegen, was wir daraus mitnehmen und wie wir dies nach außen tragen können. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen, die gestern da waren und hoffen, dass auch in der kommenden Woche bei dem zweiten Vortrag „Tradition verpflichtet? – Fußball und Antisemitismus in Deutschland“ zahlreiche Besucherinnen und Besucher den Weg ins Lernzentrum finden. In diesem Sinne: Kein Vergessen, kein Vergeben; für die Freiheit, für das Leben!

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