ballspiel.vereint! zieht ein positives Fazit aus den FARE – Wochen

Wir, die Initiative ballspiel.vereint!, sind begeistert ob der großen Resonanz unserer Aktionen während der „FARE People Action Weeks“. Die vielen positiven Rückmeldungen zu unseren Aktionen, aber auch die sehr gut besuchten Vorträge zeigen uns, dass unserer Arbeit viel Unterstützung entgegengebracht wird. Wir sind mehr als zufrieden mit dem Verlauf der FARE Wochen in Dortmund und möchten an dieser Stelle das Vergangene Revue passieren lassen.

Natürlich begannen die Vorbereitungen bereits Wochen vor Beginn der Aktionswochen, sodass wir alle dem 07.10. entgegengefieberten, an welchem wir mit einem Vortrag über die Erinnerung an die Shoah im ehemaligen Distrikt Lublin in die FARE Wochen starteten. Der Vortrag war sehr gut besucht, mehr als 70 Menschen kamen ins BVB Lernzentrum im Süden des Westfalenstadions, um dem rund einstündigen Vortrag zu folgen. Der Vortrag berichtete den Zuhörer/innen über eine im Sommer stattgefundene Gedenkstättenfahrt in die im Osten Polens gelegene Stadt Lublin, bei der mehr als 30 BVB Fans die dortigen Stätten der Erinnerung an die Verbrechen der Deutschen besuchten. Der Abend wurde nach einigen Rückfragen an den Referenten und dem Hinweis auf die im nächsten Jahr erneut stattfindenden Gedenkstättenfahrten in das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz und in den ehemaligen Distrikt Lublin beendet.

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Vortrag: Gedenkstättenfahrt nach Lublin – BVB-Fans auf den Spuren ermordeter Dortmunder Jüdinnen und Juden

Gestern fand im BVB-Lernzentrum die erste von zwei Veranstaltungen von ballspiel.vereint! im Rahmen der FARE-Wochen statt. Gegen 19 Uhr hatten sich schon etwa 70 Leute vor dem Stadion versammelt, um den Vortrag von Maik Schneider über die diesjährige Gedenkstättenfahrt nach Lublin zu hören. So war der Raum gut gefüllt, als die Veranstaltung eröffnet und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßt wurden.

Maik begann seinen Vortrag mit einer kurzen Dokumentation der ARD-Sendung „Kontraste“, die die unverhältnismäßigen und nicht stattfindenden Finanzierungsmaßnahmen der Politik in Bezug auf Gedenkstätten in Polen offenlegte. Anschließend erzählte er den Zuhörerinnen und Zuhörern von der einwöchigen Reise nach Lublin im Juni dieses Jahres, die vom Fanprojekt, der Fanbetreuung, der Fanabteilung, der Steinwache Dortmund und der Auslandsgesellschaft NRW organisiert worden war. Sein Vortrag beschrieb sowohl die grausamen Geschichten der Vernichtungs- und Konzentrationslager in Ostpolen, als auch die Art und Weise, wie heute mit diesen Orten des Schreckens umgegangen wird. Dabei wurde immer wieder deutlich, dass zwar an einigen Orten an die Opfer der Shoa in großem Rahmen erinnert wird, an anderen Orten aber auch Ignoranz und Gleichgültigkeit im Umgang mit der jüdischen Geschichte deutlich sichtbar sind. Nach dem etwa sechzig minütigen Vortrag war noch Zeit, die offen gebliebenen Fragen zu beantworten und über den Vortrag zu diskutieren. Am Ende wurde die Veranstaltung mit dem Aufruf beendet, über das Gehörte nachzudenken und zu überlegen, was wir daraus mitnehmen und wie wir dies nach außen tragen können. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen, die gestern da waren und hoffen, dass auch in der kommenden Woche bei dem zweiten Vortrag „Tradition verpflichtet? – Fußball und Antisemitismus in Deutschland“ zahlreiche Besucherinnen und Besucher den Weg ins Lernzentrum finden. In diesem Sinne: Kein Vergessen, kein Vergeben; für die Freiheit, für das Leben!

Die Initiative ballspiel.vereint! nimmt an den Fare Football People weeks 2014 teil

ballspiel.vereint! wird gemeinsam mit tausenden anderen europäischen Gruppierungen in diesem Monat die Öffentlichkeitswirksamkeit des Fußballs nutzen, um geschlossen gegen Diskriminierung Stellung zu beziehen und sich zu „Football People“ zu erklären. Die “Fare action weeks” bringen Gruppierungen aller Größenordnung aus mehr als 40 Ländern zusammen, die gemeinsam durch den Fußball Diskriminierung bekämpfen und Vielfalt zelebrieren wollen.

ballspiel.vereint! und Fare sind der Überzeugung, dass der Fußball, als wichtigste und präsenteste Sportart der Welt, uns allen gehört und sämtliche Grenzen aufzubrechen vermag. Wir alle sind „Football People“!

Zwischen dem 9. und dem 23. Oktober werden sowohl Amateur- als auch Profifußballer, einschließlich der Nationalmannschaften während der UEFA Europameisterschaftsqualifikationen, an der Kampagne beteiligt sein und so Fans rund um den Globus erreichen können.

In Dortmund werden während der der Fare People weeks mehrere Aktionen stattfinden. Neben Aktionen während der Spiele unserer Borussia, wird ballspiel.vereint! zwei Vorträge organisieren. Am 07.10. wird ein Vortrag über einen Gedenkstättenbesuch von BVB-Fans im polnischen Lublin stattfinden, bei dem die heutigen und die möglichen zukünftigen Arten der Erinnerung an die Shoah vorgestellt werden. Am 14. Oktober folgt ein Vortrag unter dem Titel „Tradition verpflichtet?“, der die Verbindungen zwischen Fußball und Antisemitismus in Deutschland aufzeigen wird. Beide Veranstaltungen beginnen um 19.09 im BVB Lernzentrum unter der Südtribüne des Westfalenstadions. Der Eintritt ist frei.

„Die action weeks sind eine sehr inspirierende Zeit, in der Diskriminierung und Ausgrenzung durch die Basis des Fußballs thematisiert werden. Wir erwarten mehr als 2000 Aktionen und die „football People“ Bewegung wächst ständig weiter, sodass dieses Jahr auch die Aktionen von ballspiel.vereint! unsere Aktionen ergänzen werden.“, sagte Fare Geschäftsführer Piara Powar.

„Wir freuen uns sehr auf die bevorstehenden Aktionen während der „Fare action weeks“. Natürlich werden wir danach unsere Aktionen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung nicht einstellen, wir kämpfen für eine Fanszene, in der sich jede und jeder wohlfühlen kann. Im Stadion und auch sonst nirgends darf jemand auf Grund seiner Herkunft, seiner Hautfarbe, seiner Religion oder seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden.“, so die Organisierenden von ballspiel.vereint! über ihre Ziele und Pläne für die Zukunft.

ballspiel.vereint! möchte jede/n ermuntern, sich an den Aktionen zu beteiligen, die Veranstaltungen zu besuchen und somit an der größten Veranstaltungsreihe im Bereich Antidiskriminierung in Europa teilzunehmen. „Gemeinsam können wir im Fußball und durch den Fußball Veränderungen schaffen.“, so die Organisierenden weiter.
Für weitere Informationen über die „Football People weeks“ besuchen Sie www.farenet.org oder informieren Sie sich über die Social Media Plattformen facebook und twitter unter: www.facebook.com/farenetwork und https://twitter.com/farnet.

Gegen ausgrenzendes Gedankengut, im Westfalenstadion und anderswo!