Neues Graffiti unter der Südtribüne!

Im Rahmen des ersten BVB-Aktionstags organisierten wir einen Graffiti Workshop. Zu Beginn begrüßten wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und übergaben dann das Wort an die engagierten Maler.

Gemeinsam wurden die ersten Vorkenntnisse erfragt und vermittelt, sowie Ideen für ein Motiv gesammelt. So waren beispielsweise die Rote Karte

mit dem Schriftzug „Nazis raus!“, das „U“ als das Dortmunder U darzustellen und der große Schriftzug „Borussia verbindet“ Wünsche die erfüllt werden konnten. Ebenso konnte der Einwand berücksichtigt werden, sich nicht nur auf Nazis zu konzentrieren, die ja nur die Spitze des Diskriminierungseisbergs sind. Die Regenbogenfahne im Wort „verbindet“ weist also auch auf durchaus noch vorhandene Probleme beim Thema „Homophobie“ hin. Im Gesamtbild zeigt sich eine bunte, einladende und verbindende Borussia, in der einzig diejenigen ausgeschlossen werden, die genau diese Verbindung zwischen uns, egal woher wir kommen oder wen wir lieben, nicht wollen.

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Bericht: Vortrag und Diskussion „Schwule Fotzen?! Sexismus, Homophobie und Selbstermächtigung“

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Am Freitag, dem 10. Februar 2017, luden wir Antje Grabenhorst mit ihrem Vortrag „Schwule Fotzen?! Sexismus, Homophobie und Selbstermächtigung im Fußball“ ins nagelneue Medienzentrum im Westfalenstadion ein. Etwa 30 Menschen folgten der Einladung ebenfalls. In ihrer kurzen Einleitung wies die Referentin, selbst in einer Ultragruppe beheimatet, darauf hin, dass der Fokus des Vortrags auf der Ultra-Bewegung liege, obwohl Hooligans in diesem Themenfeld ebenfalls spannend seien.

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Ankündigung: „Schwule Fotzen?! Sexismus, Homophobie und Selbstermächtigung“ | Vortrag mit Diskussion

Freitag, 10. Februar | 20:00 Uhr
Pressekonferenzraum im Westfalenstadion, Strobelallee 50

Obwohl Gleichberechtigung heute kein Fremdwort mehr ist, viele Frauen und Queers ihren Platz im Stadion scheinbar gefunden haben, zeigt sich oft genug ein anderes Bild: Der Vortrag wird sich anhand verschiedener Beispiele mit der Problematik von Sexismus und Homophobie im Fußball- und Stadionkontext beschäftigen. Es wird den Fragen nachgegangen, in welcher Form Frauen an unterschiedlichsten Standpunkten mit Vorurteilen und Abwertungen begegnet wird, wie und warum aber auch gegnerischen Fans, Teams oder Schiris gerne sexistische und homophobe Sprüche an den Kopf geknallt werden. Was das alles mit gesellschaftlichen Bildern von Geschlecht zu tun hat und welche Möglichkeiten Fans bereits gefunden haben, um Beleidigungen, Abwertungen und einem unangenehmen Klima entgegenzuwirken, wird an diesem Abend herausgearbeitet.

Der Eintritt ist frei.

Organisatorischer Hinweis: Personen, die nazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der nazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Der Veranstalter wird von seinem Hausrecht Gebrauch machen und den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder von dieser ausschließen.

Ankündigung: Workshop „Sexismus im Fußball“ mit Johanna Waldeck

Hallo BVB-Fans,

wir bieten für alle Interessierten einen kostenlosen Workshop zum Thema „Sexismus im Fußball“ am Samstag, 12. November, von 10.45 bis 17 Uhr an. Referentin ist Social Justice und Diversity Trainerin Johanna Waldeck.
Falls ihr Lust habt an dem Workshop teilzunehmen, schickt uns bis zum spätestens 8. November eine E-Mail euren Namen an info@ballspielvereint.org. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Plätze begrenzt, die Plätze werden entsprechend der E-Mail-Eingänge vergeben. Per E-Mail erhaltet ihr dann auch alle weiteren Infos. Für Verpflegung während des Workshops sorgen wir, Parkplätze sind auch vorhanden.

Darum soll es gehen:
Obwohl in vielen Stadien, Gruppen und Zusammenhängen immer mehr Frauen sichtbar sind, wird an männlichen Verhaltensweisen festgehalten und die Abwertung von Frauen oder weiblichen Eigenschaften betrieben. Es werden sexistische Sprüche zur Diffamierung anderer Fans eingesetzt oder Spieler als „Mädchen, Schwuchtel oder Hure“ beschimpft. Ist das alles Sexismus?
Welche Strategien und Möglichkeiten gibt es, um mit Sexismus umzugehen? Können wir das Stadion und den Verein zu einem Ort für alle gestalten? Diese und viele weitere Fragen sollen in diesem Workshop bearbeitet werden.


Organisatorischer Hinweis: 
Personen, die nazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der nazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Der Veranstalter wird von seinem Hausrecht Gebrauch machen und den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder von dieser ausschließen.

Entzug der Auswärtsdauerkarten ist ein fatales Signal des Vereins im Kampf gegen Rechts

Borussia Dortmund entzieht seinen Ultra-Gruppierungen die Auswärts-Dauerkarten für die neue Saison. Diese Nachricht zog in der vergangenen Woche ihre Kreise. Das Vorgehen des Vereins muss dabei insbesondere als Reaktion auf die zuvor vom DFB-Sportgericht ausgesprochene Strafe verstanden werden, wonach dem BVB bei erneuten Vorfällen – insbesondere pyrotechnischer Natur – eine Teilsperre der Südtribüne im folgenden Heimspiel droht. Zudem muss der BVB 75.000 Euro Strafe für Vorfälle aus insgesamt vier Spielen zahlen.

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Bericht: „Nach dem Brand“ eine Veranstaltung von ballspiel.vereint!

Am 06.03.2016 lud die Initiative ballspiel.vereint! zu einer Veranstaltung mit Ibrahim Arslan, Überlebender des rechtsmotivierten Brandanschlags auf ein Mehrfamilienhaus in Mölln 1992, ein. Bereits am Tag zuvor luden wir ihn und eine Begleitung, mithilfe von Borussia Dortmund, zum Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Bayern München ein. Ibrahim nutze die Gelegenheit um sich weiter zu vernetzen und ging mit Osman Taşköprü, dem Bruder des vom NSU ermordeten Süleyman Taşköprü ins Westfalenstadion. Am folgenden Sonntag schauten sich rund 70 Personen gemeinsam den Film „Nach dem Brand“ über die Zeit nach dem Brandanschlag mit drei Toten an, um im Anschluss mit Ibrahim Arslan, dessen Schwester Yeliz, Cousine Ayşe und Großmutter Bahide bei dem Anschlag starben, über sein Leben danach und über seine Arbeit gegen Rassismus zu sprechen.
Der Verein „Gegen Vergessen für Demokratie e.V.“ unterstützt Ibrahim Arslan bei seiner Arbeit und finanziert auch Veranstaltungen wie diese.

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Ankündigung: Film und Diskussion „Nach dem Brand“

Sonntag, 6. März 2016
Einlass um 16 Uhr, Beginn 16:30 Uhr
Eintritt ist frei

Ibrahim Arslan war 7 Jahre alt, als Neonazis am 23.11.1992 einen Brandanschlag auf das Wohnhaus seiner Familie durchführten. Er verlor an diesem Tag seine Schwester Yeliz, seine Cousine Ayse und seine Großmutter Bahide.„Nach dem Brand“ ist eine Filmdokumentation über den Umgang der Familie Arslan mit den Folgen dieses Verbrechens. In der anschließenden Diskussion wollen wir uns weiter mit der Opferperspektive beschäftigen.

In Kooperation mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. und gefördert durch das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Vielen Dank an Borussia Dortmund für die Räumlichkeit und die Logistik.

Organisatorischer Hinweis: Personen, die nazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der nazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Der Veranstalter wird von seinem Hausrecht Gebrauch machen und den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder von dieser ausschließen.

Stellungnahme zum Wintertrainingslager

Wie Ende November bekannt wurde, wird Borussia Dortmund das Wintertrainingslager diese Saison in Dubai absolvieren. Diese Entscheidung weg vom spanischen La Manga ist sehr erstaunlich, hatte die Borussia doch noch Anfang des Jahres verlauten lassen, „ethische und soziale Standards“ seien wichtig und es würde „kein Spiel in einem Land absolviert, das breite Schichten der Bevölkerung diskriminiert, ihnen das Stadionerlebnis verbietet und sich einem Dialog über das Thema Menschenrechte kategorisch verweigert“. Eben diese Aussage wurde im Rahmen von Diskussionen um Bayerns Testspiele in Qatar und Saudi-Arabien getätigt. Allerdings stehen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), zu denen das Emirat Dubai gehört, solchen und anderen Staaten in der Diskriminierung von Frauen, Ausländern und nicht heterosexuellen Menschen in nichts nach.

So können homosexuelle Handlungen dort mit bis zu 10 Jahren Haft oder sogar der Todesstrafe geahndet werden. Auch der Ausschluss von Frauen von fast allen öffentlichen Ämtern und Veranstaltungen, die spätestens seit der WM-Vergabe an Qatar bekanntgewordenen menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen für Ausländer und die Unterdrückung von oppositionellen Stimmen in einem autokratischen System, steht in krassem Gegensatz zur antidiskriminierenden Satzung Borussia Dortmunds. Auch das Einreiseverbot für Juden und Israelis (oder Menschen die im Verdacht stehen welche zu sein), sollte einen Verein, der seit mehreren Jahren diverse Shoa-Gedenkstätten aufsucht, aufhorchen lassen.

So schön und gut es ist, sich in der eigenen Umgebung mit ethischen Standards zu rühmen und dort auch durchaus gute Arbeit zu leisten, der Blick darf nicht an der eigenen Stadt- oder Landesgrenze enden. Gerade in der globalisierten, vernetzten Welt von heute muss man, wenn man sich solche Grundsätze auf die Fahne schreibt, diese auch konsequent global hochhalten.

Wer von sich behauptet, und dies auch noch im Kontext dieses Trainingslagers, „lukrative Angebote“ ausgeschlagen zu haben, durch das Ablehnen „mehrere[r] Testspiel-Offerten aus Ländern in denen die Menschenrechts-Situation nicht mit den Maßstäben von Borussia Dortmund in Einklang zu bringen“ ist, der muss sich fragen lassen, ob er oben beschriebene Situation durchaus im Einklang mit den eigenen Maßstäben sieht oder einfach nur Augenwischerei betreibt.

Scheiss auf Menschenrechte - ab nach Dubai
Scheiss auf Menschenrechte – ab nach Dubai

Ankündigung: Buchvorstellung „Zurück am Tatort Stadion“

Eine Veranstaltung von ballspiel.vereint! mit Unterstützung des BVB
Es handelt sich um eine Kombination aus Lesung, Vortrag und Diskussion.
Einlass 18:30 Uhr, Beginn 19:09 Uhr

Zum Buch:
Nicht erst seit den Übergriffen und Parolen der „Hooligans gegen Salafisten“ ist klar: Quer durch die Ligen gehören Gewalt und Diskriminierung noch immer zum Alltag in Fußball-Fankulturen. Die Autor_innen dieses Sammelbandes beschäftigen sich in deutscher und europäischer Perspektive mit grundlegenden Problemen wie Rassismus, Sexismus, Antiziganismus oder Homophobie. Sie analysieren verdeckte und offene Ausdrucksformen, zeigen Gegeninitiativen und Handlungsalternativen und ermuntern zur kritischen Eigenreflexion – ohne den Blick für den Facettenreichtum des Fußballs und seine fröhlich-derben Fanszenen zu verlieren.

Zu Pavel Brunßen:
Er hält Vorträge und veröffentlicht zu den Themen Fußball, Fans und Politik. Sein Arbeitsschwerpunkt ist Diskriminierung und Antidiskriminierung in Fußball-Fanszenen. Seit 2013 ist er Chefredakteur von „Transparent – Magazin für Fußball und Fankultur“ (www.transparent-magazin.de). In „Zurück am Tatort Stadion“ ist (von Robert Claus und ihm) der Beitrag „Rechtsextremismus und Fanszenen – ein analytischer Blick auf die gesellschaftlichen Strukturen“ erschienen.

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Organisatorischer Hinweis: Personen, die nazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der nazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Der Veranstalter wird von seinem Hausrecht Gebrauch machen und den Zutritt zur Ausstellung und den Veranstaltungen verwehren oder von diesen ausschließen.

Rote Erde – Kein Platz für Nazis!

Am vergangenen Donnerstag waren, wie schon von mehreren Quellen berichtet, 25 Neonazis aus dem Umfeld der Borussenfront und der Partei „Die Rechte“ beim Vorbereitungsspiel unserer Amateure beim Lüner SV. Dank des engagierten Eingreifens von Teilen der Ultraszene konnte gewährleistet werden, dass die Neonazis das Spiel in Lünen nicht als Wohlfühlzone erlebt haben. Doch der Versuch Stadionbesuche der Zweiten Mannschaft als Teil der rechten Erlebniswelt zu etablieren, wird schon seit Längerem unternommen. Vor allem bei Spielen der Amateure die parallel mit Bundesligaspielen der Profis stattfinden, wittern Neonazis ihre Chance sich ungestört mit Borussia Dortmund zu schmücken. Im Rahmen der letzten beiden Spiele der zweiten Mannschaft unserer Borussia in der abgelaufenen Saison der Dritten Liga, welche ausschließlich parallel zu Spielen der Profimannschaft stattfanden, zeigten vermehrt einschlägig bekannte Personen aus der Neonazi-Szene Dortmunds Präsenz. Beim Heimspiel gegen Dynamo Dresden am 16.05.2015 bewegten sich Nazi-Kader der Schein-Partei „Die Rechte“, die sich hauptsächlich aus Mitgliedern des verbotenen „Nationalen Widerstands Dortmund“ zusammensetzt, sowie Teile der Borussenfront im Umfeld der Roten Erde.

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