ballspiel.vereint!

Initiative von BVB Fans gegen Diskriminierung

Vortrag mit Diskussion: Rechte Parteien vor der Bundestagswahl

Dienstag, 19.09.2017 – 20:30 Uhr im Rekorder | Vortrag über Strukturen, Aktivitäten und Wahlprogramme der extrem rechten Parteien in Deutschland 

Am 24. September 2017 findet die nächste Bundestagswahl statt. Der Einzug der AfD gilt als sicher. Aktuelle Wahlumfragen sagen der Partei 7-8% der Stimmen voraus. Daneben treten weitere Parteien des extrem rechten Lagers zur Wahl an – darunter altbekannte wie die NPD oder die erst 2012 gegründete Partei „Die Rechte“. Sie alle eint ihre Hetze gegen gesellschaftliche Minderheiten – Muslime und Geflüchtete im Besonderen. Der Vortrag soll einen Überblick über die extrem rechten Parteien in der Bundesrepublik geben und dabei insbesondere folgende Fragen aufgreifen:

  • Von welchen extrem rechten Parteien sind Wahlerfolge zu erwarten?
  • Was kennzeichnet die Strukturen und Aktivitäten dieser Parteien?
  • Mit welchen Themen treten sie zur Bundestagswahl an?
  • Welche Rolle spielen extrem rechte Parteien in Nordrhein-Westfalen?

Von der „Alternative für Deutschland“ abgesehen wird keine Partei des extrem rechten Lagers in den nächsten Deutschen Bundestag einziehen. Der Vortrag befasst sich deshalb vordergründig mit den Inhalten, Strategien und Personalstrukturen der AfD und möchte folgende Fragen klären:

  • Mit welchen inhaltlichen Forderungen möchte die AfD in den Bundestag einziehen?
  • Wie ist die Entwicklung der Partei seit ihrer Gründung 2013 zu bewerten?
  • Welche Flügel gibt es in der AfD und über welchen Einfluss verfügen sie?
  • Wo und wie kooperiert die Partei mit anderen Akteuren der extremen Rechten?

Datum: 19.09.2017 | Ort: Rekorder | Tür: 20:00 Uhr & Beginn: 20:30 Uhr

Eintritt frei

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien
oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen
sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende
Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Bericht: Ultras – Wo Männer gemacht werden

Der Journalist und Geschlechterforscher Simon Volpers referierte auf Einladung von ballspiel.vereint! vor knapp 40 Leuten im Medienzentrum des Westfalenstadions zum Titel „Ultras – Wo Männer gemacht werden“. In seinem Vortrag widmete Volpers sich der Fragestellung, warum gerade junge Männer von dem Geschehen in Fankurven und Ultragruppen angezogen werden. Es sollte also geklärt werden, welchen Reiz die Fan- und Ultrakultur ausübt und inwiefern dieser Reiz sich auch durch Geschlechteridentitäten erklären lässt.

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Ankündigung: Vortrag Ultras – Wo Männer gemacht werden

flyer

Freitag, 19. Mai 19:30 – 21:00
Pressekonferenzraum im Westfalenstadion, Strobelallee 50

Ultras-Gruppen scheinen einen besonderen Reiz auf junge Männer auszuüben. Trotz einer steigenden Feminisierung des Fußballsports insgesamt, wirkt der viel beschworene harte Kern der Fankurve vor dieser Entwicklung mehr oder weniger gefeit. Optimistische Schätzungen gehen zwar von mittlerweile etwa 10% weiblichen Ultras aus, vielerorts dürfte ihr Anteil aber eher gegen Null tendieren. Antisexistische Initiativen, linke Ultras und einzelne Frauengruppen sind dankenswerterweise angetreten diesen Status Quo zu verändern, offensichtlich stehen sie dabei aber vor einer gewaltigen Herausforderung.

Der Vortrag wird diese zunächst ausklammern und sich hingegen den allseits existenten, für die Ultraszene typischen Praxen und Einstellungen widmen. Dabei wird die Frage nach ihrer geschlechtlichen Aufladung zentral stehen: Was ist denn das, was einen besonderen Reiz auf junge Männer ausübt? Und warum tut es das? Der Vortrag wird eine Einführung in die Entwicklung männlicher Geschlechtsidentität geben, die am Beispiel der Ultras veranschaulicht wird. Aus einer geschlechtersoziologischen Perspektive sollen so Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von Männern – und Frauen – in den Fankurven herausgearbeitet – und im Anschluss gerne diskutiert – werden.

Simon Volpers ist seit vielen Jahren Fußballfan, studiert Geschlechterforschung und hat u.a. zu Männlichkeitskonstruktionen im Strafvollzug geforscht. Als freier Journalist schreibt er u.a. zu Fußball und Politik.

Organisatorischer Hinweis: Personen, die nazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der nazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Der Veranstalter wird von seinem Hausrecht Gebrauch machen und den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder von dieser ausschließen.

Aktionsspieltag gegen Homophobie

Beim vergangenen Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt initiierten wir in Zusammenarbeit mit Borussia Dortmund einen Aktionsspieltag gegen Homophobie. Bestandteil dessen war unter anderem ein großes „Gemeinsam gegen Homophobie“-Banner auf der Westtribüne, bei deren Erstellung sich im Rahmen des BVB-Aktionstages wieder zahlreiche interessierte Fans beteiligt haben. Dazu zeigten verschiedene Fanclubs auf Süd-, West- und Osttribüne folgende Spruchbänder: “Love Borussia – Hate Homophobia”, “Sexualität? Alles was zählt ist Mentalität”,
“Rakkaus” (Finnisch für “Liebe”), “Rassismus und Sexismus ausschalten”, “Echte Liebe kennt kein Geschlecht”, “Lieb doch die Borussin die du willst” (Westtribüne) und “Lieb doch den Borussen den du willst” (Osttribüne).
Außerdem liefen die Mannschaften unter regenbogenfarbenen Luftballons ein und die klassischen Eckfahnen wurden durch Regenbogenfahnen ersetzt. Kurz vor dem Anpfiff erklärte Stadionsprecher Norbert Dickel den Aktionsspielspieltag, während auf den Anzeigetafeln und LED-Banden passende Grafiken eingeblendet wurden und bekam dafür lauten Applaus des Westfalenstadions. Aufgrund der Umstände soll hier noch einmal kurz erwähnt werden, dass die Aktionen in keinem Zusammenhang mit den Vorfällen rund um das Monacospiel stehen. Der Aktionsspieltag wurde im Vorfeld bereits einmal verschoben und lange geplant. Die damit entstandenen Bilder können aber trotzdem als Ansage verstanden werden, weiter für eine offene und vielfältige Gesellschaft einzustehen.

 

Neues Graffiti unter der Südtribüne!

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Im Rahmen des ersten BVB-Aktionstags organisierten wir einen Graffiti Workshop. Zu Beginn begrüßten wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und übergaben dann das Wort an die engagierten Maler.

Gemeinsam wurden die ersten Vorkenntnisse erfragt und vermittelt, sowie Ideen für ein Motiv gesammelt. So waren beispielsweise die Rote Karte

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mit dem Schriftzug „Nazis raus!“, das „U“ als das Dortmunder U darzustellen und der große Schriftzug „Borussia verbindet“ Wünsche die erfüllt werden konnten. Ebenso konnte der Einwand berücksichtigt werden, sich nicht nur auf Nazis zu konzentrieren, die ja nur die Spitze des Diskriminierungseisbergs sind. Die Regenbogenfahne im Wort „verbindet“ weist also auch auf durchaus noch vorhandene Probleme beim Thema „Homophobie“ hin. Im Gesamtbild zeigt sich eine bunte, einladende und verbindende Borussia, in der einzig diejenigen ausgeschlossen werden, die genau diese Verbindung zwischen uns, egal woher wir kommen oder wen wir lieben, nicht wollen.

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Bericht: Vortrag und Diskussion: Schwule Fotzen?! Sexismus, Homophobie und Selbstermächtigung

Am Freitag, dem 10. Februar 2017, luden wir Antje Grabenhorst mit ihrem Vortrag „Schwule Fotzen?! Sexismus, Homophobie und Selbstermächtigung im Fußball“ ins nagelneue Medienzentrum im Westfalenstadion ein. Etwa 30 Menschen folgten der Einladung ebenfalls. In ihrer kurzen Einleitung wies die Referentin, selbst in einer Ultragruppe beheimatet, darauf hin, dass der Fokus des Vortrags auf der Ultra-Bewegung liege, obwohl Hooligans in diesem Themenfeld ebenfalls spannend seien.

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Ankündigung: Vortrag und Diskussion: Schwule Fotzen?! Sexismus, Homophobie und Selbstermächtigung

Freitag, 10. Februar 20:00
Pressekonferenzraum im Westfalenstadion, Strobelallee 50

Obwohl Gleichberechtigung heute kein Fremdwort mehr ist, viele Frauen und Queers ihren Platz im Stadion scheinbar gefunden haben, zeigt sich oft genug ein anderes Bild: Der Vortrag wird sich anhand verschiedener Beispiele mit der Problematik von Sexismus und Homophobie im Fußball- und Stadionkontext beschäftigen. Es wird den Fragen nachgegangen, in welcher Form Frauen an unterschiedlichsten Standpunkten mit Vorurteilen und Abwertungen begegnet wird, wie und warum aber auch gegnerischen Fans, Teams oder Schiris gerne sexistische und homophobe Sprüche an den Kopf geknallt werden. Was das alles mit gesellschaftlichen Bildern von Geschlecht zu tun hat und welche Möglichkeiten Fans bereits gefunden haben, um Beleidigungen, Abwertungen und einem unangenehmen Klima entgegenzuwirken, wird an diesem Abend herausgearbeitet.

Organisatorischer Hinweis: Personen, die nazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der nazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Der Veranstalter wird von seinem Hausrecht Gebrauch machen und den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder von dieser ausschließen.

Entzug der Auswärtsdauerkarten ist ein fatales Signal des Vereins im Kampf gegen Rechts

Borussia Dortmund entzieht seinen Ultra-Gruppierungen die Auswärts-Dauerkarten für die neue Saison. Diese Nachricht zog in der vergangenen Woche ihre Kreise. Das Vorgehen des Vereins muss dabei insbesondere als Reaktion auf die zuvor vom DFB-Sportgericht ausgesprochene Strafe verstanden werden, wonach dem BVB bei erneuten Vorfällen – insbesondere pyrotechnischer Natur – eine Teilsperre der Südtribüne im folgenden Heimspiel droht. Zudem muss der BVB 75.000 Euro Strafe für Vorfälle aus insgesamt vier Spielen zahlen.

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Bericht: „Nach dem Brand“ eine Veranstaltung von ballspiel.vereint!

Am 06.03.2016 lud die Initiative ballspiel.vereint! zu einer Veranstaltung mit Ibrahim Arslan, Überlebender des rechtsmotivierten Brandanschlags auf ein Mehrfamilienhaus in Mölln 1992, ein. Bereits am Tag zuvor luden wir ihn und eine Begleitung, mithilfe von Borussia Dortmund, zum Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Bayern München ein. Ibrahim nutze die Gelegenheit um sich weiter zu vernetzen und ging mit Osman Taşköprü, dem Bruder des vom NSU ermordeten Süleyman Taşköprü ins Westfalenstadion. Am folgenden Sonntag schauten sich rund 70 Personen gemeinsam den Film „Nach dem Brand“ über die Zeit nach dem Brandanschlag mit drei Toten an, um im Anschluss mit Ibrahim Arslan, dessen Schwester Yeliz, Cousine Ayşe und Großmutter Bahide bei dem Anschlag starben, über sein Leben danach und über seine Arbeit gegen Rassismus zu sprechen.
Der Verein „Gegen Vergessen für Demokratie e.V.“ unterstützt Ibrahim Arslan bei seiner Arbeit und finanziert auch Veranstaltungen wie diese.

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Ankündigung: Film und Diskussion „Nach dem Brand“

Sonntag, 6. März 2016
Einlass um 16 Uhr, Beginn 16:30 Uhr
Eintritt ist frei

Ibrahim Arslan war 7 Jahre alt, als Neonazis am 23.11.1992 einen Brandanschlag auf das Wohnhaus seiner Familie durchführten. Er verlor an diesem Tag seine Schwester Yeliz, seine Cousine Ayse und seine Großmutter Bahide.„Nach dem Brand“ ist eine Filmdokumentation über den Umgang der Familie Arslan mit den Folgen dieses Verbrechens. In der anschließenden Diskussion wollen wir uns weiter mit der Opferperspektive beschäftigen.

In Kooperation mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. und gefördert durch das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Vielen Dank an Borussia Dortmund für die Räumlichkeit und die Logistik.

Organisatorischer Hinweis: Personen, die nazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der nazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Der Veranstalter wird von seinem Hausrecht Gebrauch machen und den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder von dieser ausschließen.