Termine: 19.05.2017
Vortrag: Ultras wo Männer gemacht werden

Aktuelles

19.05.2017 flyer

Freitag, 19. Mai 19:30 - 21:00
Pressekonferenzraum im Westfalenstadion, Strobelallee 50

Ultras-Gruppen scheinen einen besonderen Reiz auf junge Männer auszuüben. Trotz einer steigenden Feminisierung des Fußballsports insgesamt, wirkt der viel beschworene harte Kern der Fankurve vor dieser Entwicklung mehr oder weniger gefeit. Optimistische Schätzungen gehen zwar von mittlerweile etwa 10% weiblichen Ultras aus, vielerorts dürfte ihr Anteil aber eher gegen Null tendieren. Antisexistische Initiativen, linke Ultras und einzelne Frauengruppen sind dankenswerterweise angetreten diesen Status Quo zu verändern, offensichtlich stehen sie dabei aber vor einer gewaltigen Herausforderung.

Der Vortrag wird diese zunächst ausklammern und sich hingegen den allseits existenten, für die Ultraszene typischen Praxen und Einstellungen widmen. Dabei wird die Frage nach ihrer geschlechtlichen Aufladung zentral stehen: Was ist denn das, was einen besonderen Reiz auf junge Männer ausübt? Und warum tut es das? Der Vortrag wird eine Einführung in die Entwicklung männlicher Geschlechtsidentität geben, die am Beispiel der Ultras veranschaulicht wird. Aus einer geschlechtersoziologischen Perspektive sollen so Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von Männern – und Frauen – in den Fankurven herausgearbeitet – und im Anschluss gerne diskutiert – werden.

Simon Volpers ist seit vielen Jahren Fußballfan, studiert Geschlechterforschung und hat u.a. zu Männlichkeitskonstruktionen im Strafvollzug geforscht. Als freier Journalist schreibt er u.a. zu Fußball und Politik.

Organisatorischer Hinweis: Personen, die nazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der nazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Der Veranstalter wird von seinem Hausrecht Gebrauch machen und den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder von dieser ausschließen.


18.03.2017

Neues Graffiti unter der Südtribüne!

aktionstag_graffiti Im Rahmen des ersten BVB-Aktionstags organisierten wir einen Graffiti Workshop. Zu Beginn begrüßten wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und übergaben dann das Wort an die engagierten Maler.

Foto Vortrag Gemeinsam wurden die ersten Vorkenntnisse erfragt und vermittelt, sowie Ideen für ein Motiv gesammelt. So waren beispielsweise die Rote Karte mit dem Schriftzug „Nazis raus!“, das „U“ als das Dortmunder U darzustellen und der große Schriftzug „Borussia verbindet“ Wünsche die erfüllt werden konnten. Ebenso konnte der Einwand berücksichtigt werden, sich nicht nur auf Nazis zu konzentrieren, die ja nur die Spitze des Diskriminierungseisbergs sind. Die Regenbogenfahne im Wort „verbindet“ weist also auch auf durchaus noch vorhandene Probleme beim Thema „Homophobie“ hin. Im Gesamtbild zeigt sich eine bunte, einladende und verbindende Borussia, in der einzig diejenigen ausgeschlossen werden, die genau diese Verbindung zwischen uns, egal woher wir kommen oder wen wir lieben, nicht wollen. weiterlesen


10.02.2017

Vortrag und Diskussion: Schwule Fotzen?! Sexismus, Homophobie und Selbstermächtigung

Foto Vortrag Am Freitag, dem 10. Februar 2017, luden wir Antje Grabenhorst mit ihrem Vortrag „Schwule Fotzen?! Sexismus, Homophobie und Selbstermächtigung im Fußball“ ins nagelneue Medienzentrum im Westfalenstadion ein. Etwa 30 Menschen folgten der Einladung ebenfalls. In ihrer kurzen Einleitung wies die Referentin, selbst in einer Ultragruppe beheimatet, darauf hin, dass der Fokus des Vortrags auf der Ultra-Bewegung liege, obwohl Hooligans in diesem Themenfeld ebenfalls spannend seien. weiterlesen


10.02.2017

Vortrag und Diskussion: Schwule Fotzen?! Sexismus, Homophobie und Selbstermächtigung

Freitag, 10. Februar 20:00
Pressekonferenzraum im Westfalenstadion, Strobelallee 50

Obwohl Gleichberechtigung heute kein Fremdwort mehr ist, viele Frauen und Queers ihren Platz im Stadion scheinbar gefunden haben, zeigt sich oft genug ein anderes Bild: Der Vortrag wird sich anhand verschiedener Beispiele mit der Problematik von Sexismus und Homophobie im Fußball- und Stadionkontext beschäftigen. Es wird den Fragen nachgegangen, in welcher Form Frauen an unterschiedlichsten Standpunkten mit Vorurteilen und Abwertungen begegnet wird, wie und warum aber auch gegnerischen Fans, Teams oder Schiris gerne sexistische und homophobe Sprüche an den Kopf geknallt werden. Was das alles mit gesellschaftlichen Bildern von Geschlecht zu tun hat und welche Möglichkeiten Fans bereits gefunden haben, um Beleidigungen, Abwertungen und einem unangenehmen Klima entgegenzuwirken, wird an diesem Abend herausgearbeitet.

Organisatorischer Hinweis: Personen, die nazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der nazistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Der Veranstalter wird von seinem Hausrecht Gebrauch machen und den Zutritt zur Veranstaltung verwehren oder von dieser ausschließen.


23.07.2016

Entzug der Auswärtsdauerkarten ist ein fatales Signal des Vereins im Kampf gegen Rechts

Borussia Dortmund entzieht seinen Ultra-Gruppierungen die Auswärts-Dauerkarten für die neue Saison. Diese Nachricht zog in der vergangenen Woche ihre Kreise. Das Vorgehen des Vereins muss dabei insbesondere als Reaktion auf die zuvor vom DFB-Sportgericht ausgesprochene Strafe verstanden werden, wonach dem BVB bei erneuten Vorfällen - insbesondere pyrotechnischer Natur - eine Teilsperre der Südtribüne im folgenden Heimspiel droht. Zudem muss der BVB 75.000 Euro Strafe für Vorfälle aus insgesamt vier Spielen zahlen.

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18.03.2016

„Nach dem Brand“ eine Veranstaltung von ballspiel.vereint!

Foto Nach dem Brand

Am 06.03.2016 lud die Initiative ballspiel.vereint! zu einer Veranstaltung mit Ibrahim Arslan, Überlebender des rechtsmotivierten Brandanschlags auf ein Mehrfamilienhaus in Mölln 1992, ein. Bereits am Tag zuvor luden wir ihn und eine Begleitung, mithilfe von Borussia Dortmund, zum Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Bayern München ein. Ibrahim nutze die Gelegenheit um sich weiter zu vernetzen und ging mit Osman Taşköprü, dem Bruder des vom NSU ermordeten Süleyman Taşköprü ins Westfalenstadion. Am folgenden Sonntag schauten sich rund 70 Personen gemeinsam den Film „Nach dem Brand“ über die Zeit nach dem Brandanschlag mit drei Toten an, um im Anschluss mit Ibrahim Arslan, dessen Schwester Yeliz, Cousine Ayşe und Großmutter Bahide bei dem Anschlag starben, über sein Leben danach und über seine Arbeit gegen Rassismus zu sprechen.

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