Einladung zum 3. BVB Aktionstag

Fußball ist (auch) Frauensache- BVB Aktionstag am 25. Mai

Liebe Mitstreiter_innen, Freund_innen, Boruss_innen,

bereits im dritten Jahr in Folge findet am 25. Mai ein BVB-Aktionstag statt, dieses Mal unter dem Motto „Fußball ist (auch) Frauensache“. Die Teilnehmer_innen haben an diesem Tag die Möglichkeit verschiedene Workshops rund um das Thema Sexismus im Fußball zu besuchen. Es wird dabei um Erfahrungen, Empowerment und Strategien zur Bekämpfung von Sexismus gehen. Wie in den Vorjahren wird es sowohl theoretische als auch praktische und kreative Workshops sowie eine kleine Einführung und einen Abschlusstalk geben.

Als ballspiel.vereint! sind wir an der Gestaltung des Aktionstages beteiligt und werden am 25. Mai einige der Workshops begleiten und wieder mit einem kleinen Stand vor Ort sein.

Weitere Infos findet ihr unter bvb.de/Aktionstag. Dort könnt ihr euch für den Aktionstag und die entsprechenden Workshops anmelden.

Einen Rückblick zum 2. Aktionstag finden ihr hier.

Graffiti unter der Südtribüne, entstanden am 1. BVB Aktionstag
Graffiti unter der Südtribüne, entstanden beim 2. BVB Aktionstag

Einladung zum Stammtisch

Liebe Mitstreiterinnen, Freunde, Borussen!

Es steht der nächste ballspiel.vereint!-Stammtisch an zu dem wir euch gern einladen wollen.

Als besonderen Programmpunkt haben wir diesmal den Workshop „Hömma, so läuft das hier nich!“ bei Borussia Dortmund gebucht. Dieser soll Fans dabei helfen, Rassismus erklären, erkennen und im besten Fall entgegentreten zu können. Orientiert am Ablauf eines Stadionbesuches werden in 90 Minuten praktische Inhalte wie rechte Symbole und verschiedene Formen von Rassismus an Beispielen erläutert. Außerdem werden Handlungsmöglichkeiten bei rechten Vorfällen aufgezeigt.
Diesen Workshop kann jeder Fanclub kostenlos bestellen, da aber nicht alle die Mindestteilnehmer*innenzahl zusammen bekommen, möchten wir ihn im Rahmen des Stammtisches auch kleineren Gruppen und einzelnen Fans anbieten. Außerdem sind Abende wie diese immer eine gute Möglichkeit dafür uns und unsere Arbeit kennenzulernen und zu unterstützen. Und das ganze bei einem leckeren Pils oder anderer Getränke in gemütlicher Atmosphäre!

Stattfinden wird der Stammtisch im Fanladen (Dudenstr. 4) des Fanprojekts.
Kommt vorbei: Am Freitag, 12. April 2019. Um 19 Uhr öffnen wir und gegen 19:30 Uhr möchten wir mit dem Workshop starten.

Wir freuen uns auf euch
ballspiel.vereint!

15. Heinrich-Czerkus Gedächtnislauf

Aufruf zum 15. Heinrich-Czerkus-Gedächtnislauf


An Karfreitag, den 19. April 2019, wird der Heinrich-Czerkus-Gedächtnislauf zum 15. Mal stattfinden. Wie in all den Jahren zuvor versteht sich der Lauf als ein starkes Signal für ein friedliches und gewaltfreies Miteinander innerhalb und außerhalb des Stadions. Im Sinne seines Namensgebers richtet er sich entschieden gegen Rechts, gegen Rassismus, Antisemitismus und jegliche Form von Diskriminierung. Alle, die dazu einen Beitrag leisten möchten, sind herzlich eingeladen, mitzulaufen: mit ihren Fahnen, Trikots und Schals, von welchem Verein, Club etc. auch immer. Wer damit ein Problem hat, wird gebeten, dem Lauf fern zu bleiben. 
Wir freuen wir uns auf viele Wanderer, Walker, Jogger und Radler auf dem Weg vom Stadion Rote Erde durch den Rombergpark in die Bittermark zur Gedenkveranstaltung der Stadt Dortmund. Wir wünschen uns einen großen, bunten, friedlichen und fröhlichen Heinrich-Czerkus-Gedächtnislauf 2019.


Treff: Stadion Rote Erde ab 12 Uhr
Start: Wanderer 13 Uhr, Walker 13.30 Uhr, Jogger/Radler 14 Uhr
Ziel: Denkmal Bittermark, 15 Uhr, dort Ausgabe der Urkunden
Strecke: Stadion Rote Erde, Rombergpark, Denkmal Bittermark (ca. 7 km)
Hinweise: Gedächtnislauf, kein Wettkampf, keine Zeitnahme, kein Stress, Trikots und Fahnen von Vereinen, Clubs etc. sind willkommen. Transport von Wechselwäsche und Getränken am Ziel ist geregelt. Kein Startgeld, Spende erbeten
Die Veranstalter:
• NaturFreunde Dortmund-Kreuzviertel,
• Fan-Projekt Dortmund e.V.,
• BVB-Fanclub Heinrich Czerkus,
• Borussia Dortmund.
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Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Amedspor – Geschichte eines kurdischen Fußballvereins | Bericht zum Vortrag

Am vergangenen Montag erwartete die Besucher des Rekorders in der Dortmunder Nordstadt eine ungewöhnliche Veranstaltung. Fans vom türkischen Drittligisten Amedspor reisen derzeit auf Einladung eines deutschen Soli-Teams durch Deutschland, um auf die prekäre Situation kurdischer Fußballfans und kurdischer Menschen im Allgemeinen innerhalb der Türkei aufmerksam zu machen. Einer der Zwischenstopps dieser Soli-Tour war diese Woche auch Dortmund.

Amedspor ist ein noch relativ junger Verein, der während der Friedensverhandlungen zwischen der türkischen Regierung und der PKK entstanden ist. In dieser leichten Entspannungsphase erhielten die Kurd*innen in der Türkei einige – für deutsche Verhältnisse völlig selbstverständliche – Freiheiten. Dazu gehörte auch, dass in Diyarbakır ein Fußballverein gegründet werden konnte, der den kurdischen Namen der Stadt (Amed) trägt und in rot-grünen Trikots in Anlehnung an die kurdische Freiheitsbewegung auftritt: Amedspor. Dieser, für die meisten Deutschen wohl unbekannte Club, ist nicht nur aufgrund seines Selbstverständnisses als kurdischer „Volksverein“ besonders, sondern auch weil die dazugehörige Fanszene sich den Kampf gegen Rassismus, Sexismus und andere Diskriminerungsformen auf die Fahnen schreibt. Er ist zwar nicht der einzige kurdische Verein, aber der mit Abstand populärste und erfolgreichste.

In den vergangenen Jahren ist der Konflikt zwischen der türkischen Regierung und der kurdischen Bevölkerung wieder eskaliert. Einer der traurigen Höhepunkt der erneuten Eskalation stellt sicherlich die mehrwöchige militärische Belagerung und Zerstörung der Altstadt Ameds bzw. Diyarbakırs in den Jahren 2015 und 2016 dar. Im Zuge der neuen Repressionswelle stehen auch kurdische Vereine wie Amedspor stark unter Druck: Gelder für Amedspor werden gestrichen und Sponsoren werden eingeschüchtert. Auch deshalb ist die Idee dieser Soli-Tour entstanden.

Der Rekorder war mit ca. 60 Besucher*innen gut gefüllt. Zusammen mit einem Dolmetscher und einem Begleiter des deutschen Soli-Teams schilderten zwei Fans von Amedspor die Situation ihres Vereins. Sie sprachen über Rassismus und Übergriffe bei Auswärtsfahrten, Repressionen seitens der türkischen (Polizei-)Behörden, aber auch von schöneren Aspekten des Vereinslebens wie der guten Entwicklung der Frauenmannschaft in der ersten türkischen Liga und von einem wachsenden Zuschauerschnitt.

Der Vortrag entwickelte sich relativ schnell zu einer breiten Fragerunde, bei der quer durch das gesamte Publikum ein reges Interesse an den Verhältnissen im türkischen Fußball und dem Alltag der Fans und Vereinsangehörigen bestand. Die beiden Fans von Amedspor, die auch aufgrund von Ausreiseverboten in kleinerer Anzahl vor Ort waren als geplant, antworteten geduldig und zeigten zwischendurch immer wieder Videoaufnahmen von Spielen, die einen guten Einblick in das Vereinsleben von Amedspor ermöglichten.

Vieles was an diesem Abend erzählt wurde, war für das Dortmunder Publikum unvorstellbar. Dazu gehören vermeintlich kleine Probleme, wie etwa, dass 19 Anläufe nötig waren, um einen Fanclub gründen zu dürfen oder die Berichte von regelmäßigen rassistischen Schmähungen seitens türkischer Heimfans bei Auswärtsspielen. Auch wurde der Verein vor die Wahl gestellt, ob er seinen kurdischen Namen Amedspor behalten oder weiterhin die Farben der kurdischen Flagge (Rot-Gelb-Grün) tragen möchte. Der neue Vereinsname hätte den türkischen Namen der Stadt, also Diyarbakır anstatt Amed, enthalten müssen. Es wurde sich dafür entschieden den Namen zu behalten und das Gelb der Vereinsfarben gegen Weiß zu tauschen. Darüber hinaus wurde aber beispielsweise auch von einem Fall berichtet, bei dem ein junger Mann aufgrund eines Amedspor-Pullovers von einer türkischen Universität geflogen ist oder, dass ein Vereinsmitarbeiter bei einem Auswärtsspiel auf der Pressetribüne fast totgeschlagen wurde.

Das Publikum reagierte auf der einen Seite entsetzt aufgrund der unfassbaren Verhältnisse und auf deren anderen Seite beeindruckt von dem Mut mit dem Amedspor von seinen Anhänger*innen am Leben gehalten wird. Die am Montag geschilderten Eindrücke haben viele von uns bis jetzt nicht losgelassen. Wir sind dankbar, dass wir diese Veranstaltung ausrichten durften und wir wünschen den Menschen von Amedspor weiterhin viel Kraft auf ihrem Weg. Das gleiche gilt natürlich auch für alle anderen Kurd*innen, die sich in der Türkei Repressionen ausgesetzt sehen oder für ihren Frieden und gesellschaftlichen Fortschritt kämpfen.

Her biji Amed!

Ein herzliches Dankeschön geht an die Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, die uns bei der Finanzierung der Veranstaltung unterstützt hat.

Amedspor – Geschichte eines kurdischen Fußballvereins | Vortrag mit Diskussion

Geschichte eines Fußballvereins zwischen kurdischer Identität und türkischer Repression – Gespräch mit Fans des Vereins Amedspor aus Amed/Diyarbakır auf Türkisch/Deutsch

Montag, 28.01. | 19:00 Uhr | Rekorder, Gneisenaustraße 55, 44147 Dortmund

Im Rahmen einer deutschlandweiten Soli-Tour soll die Situation des kurdischen Fußballvereins Amedspor in der Türkei dokumentiert und Interessierten hierzulande zugänglich gemacht werden.

Der Verein wurde im Jahr 2014, während sich die Türkei und die kurdische Freiheitsbewegung in Friedensverhandlungen und einer Phase der Entspannung befanden, nach dem kurdischen Namen der Stadt Diyarbakır in Amedspor umbenannt.
Seit der Umbenennung erfreut sich der Club einer großen Beliebtheit unter der kurdischen Bevölkerung der Türkei. Diese Popularität zeigt sich insbesondere auch in der Struktur des Vereins, der basisdemokratisch organisiert ist. Fans, Spieler*innen und Funktionäre entscheiden Hand in Hand über die Belange des Vereins.

„Amedspor – Geschichte eines kurdischen Fußballvereins | Vortrag mit Diskussion“ weiterlesen

Antisemitismus und Fankultur | Vortrag mit Diskussion

Donnerstag, 17.01. | Einlass 19:30, Beginn 20:00 Uhr |
Rekorder, Gneisenaustraße 55, 44147 Dortmund

Die Zahl der antisemitischen Anschläge, Aussagen und Übergriffe nimmt in Europa aktuell kontinuierlich zu. Diese Entwicklung findet auch ihren Ausdruck in den Fankurven europäischer Vereine, was nicht verwundern sollte, präsentiert sich das Denken vieler organisierter und subkultureller Fans als Zerr- und Spiegelbild gesellschaftlich verbreiteter Ressentiments. In der kritischen Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus im Fußballkontext wird häufig auf übliche Deutungsmuster zurückgegriffen, die den Antisemitismus in einer endlosen Reihung von sogenannten Ausgrenzungsmustern thematisieren und dabei die spezifische Projektionsleistung des Antisemitismus aus dem Auge verliert. Der Vortrag will versuchen eine gegenstandsbezogene Kritik des Antisemitismus zu leisten, indem auf jene Sozialisationsbedingungen subkultureller Fußballfans in den Kurven reflektiert wird, die dem antisemitischen Denken entgegenkommen. Dabei sollen wesentliche Elemente des Antisemitismus herausgestellt und Erscheinungsformen sowie Funktionsweisen des Antisemitismus insbesondere in der Welt des Fußballs erläutert werden.

Der Eintritt ist frei.

Organisatorischer Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien
oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen
sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende
Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Rückblick Ausstellung Fan.tastic Females

Die Ausstellung Fan.tastic Females wurde vom 15. November bis zum 17. Dezember 2018 in Dortmund im BORUSSEUM gezeigt. Wir bedanken uns hiermit noch einmal bei dem BORUSSEUM für die Unterstützung und bei allen Besucher*innnen für ihr Interesse. Wir hoffen, ihr hattet Spaß und konntet einen guten Einblick in die unterschiedlichen Facetten weiblicher Fankultur gewinnen.

Wer an Hintergrundinformationen zur Ausstellung interessiert ist, dem empfehlen wir den Podcast „Auffen Punkt“ von schwatzgelb.de. Hier werden Antje Grabenhorst (Projektkoordinatorin) und Ramona Steding (portraitierter BVB-Fan) über die Beweggründe, Inhalt und Entstehungsgeschichte des Projekts interviewt.
Auffen Punkt 19 – Fan.tastic Females

Weitere Informationen (u.a. zu den nächsten Stationen der Ausstellung) findet ihr außerdem unter:
https://www.fan-tastic-females.org

Hömma, wat singste da eigentlich?

Wir wollen keine Blau-Weißen Parasiten?

Fangesänge gehören zu jeder lebendigen Fankultur dazu. Sie sind sogar ihr Kern und unverzichtbar. Gerade deswegen ist es wichtig sich mit ihnen zu beschäftigten. Wir legen hier unser Augenmerk auf Selbstkritik und wollen dabei einzelne Lieder der Südtribüne untersuchen und einordnen. Dabei geht es uns um Aufklärung über ihren Ursprung und Inhalt, nicht darum Fans zu verurteilen. Im ersten Text beleuchten wir ein Lied, welches zwar kaum noch im Westfalenstadion oder auswärts gesungen wird, jedoch vor allem bei Derbys immer mal wieder auftaucht:

„Wir wollen keine blau-weißen Parasiten – Schwarz-Gelb ist der Ruhrpott – Raus mit diesem Pack!“

Der Originalsong „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“ (1965) von Gus Backus ist bereits voller rassistischer Stereotype und handelt von der Auseinandersetzung des „Weißen Mannes“ (der die Eisenbahn bauen möchte) mit dem „alten Indianerhäuptling“, der dies verhindern will und schlussendlich, aufgrund seiner Kampfeslust, als Schaffner angestellt wird. Das ist ziemlich stumpf, soll an dieser Stelle allerdings gar nicht weiter behandelt werden, da unser Problem mit diesem Lied darüber hinaus geht. Denn schauen wir uns den Refrain des Liedes an, dann stellen wir fest, dass es mit der BVB-Version nicht mehr viel gemein hat. Im Original wird gesungen: „Da sprach der alte Häuptling der Indianer: Wild ist der Westen, schwer ist der Beruf! Uff!“ Woher kommt also der Text für die Stadionversion?

1997 coverte das neonazistische Musikprojekt „Die Zillertaler Türkenjäger“ das Lied und gab ihm einen neuen Text. Sie verbreiten in dem Lied klaren Rassismus gegenüber Menschen mit dunklerer Hautfarbe. Bereits der Titel dieser Version lautet „Da sprach der Negerhäuptling aus Uganda“. Inhaltlich geht es im Text um gängige rassistische Verschwörungstheorien über die angebliche Übernahme Deutschlands, um Drogenverkauf und das Vergewaltigen von blonden Frauen. Am Ende bekommt „der Negerhäuptling“ von „deutschen Skins“ was „auf’s Maul“. An dieser Stelle ändert sich auch der Refrain. Auf die gewohnte Melodie wird hier nun „Wir wollen keine fremden Parasiten, weiß bleibt die Heimat, raus mit diesem Pack“ gesungen. An dieser Stelle erkennt man leider, woher die Inspiration für die Stadionversion gekommen sein wird, da lediglich die Farben ausgetauscht wurden.

Viele Fans singen dieses Lied schon länger nicht mehr mit und würden sich wünschen, dass es ganz verschwindet. Gern auch aus anderen Stadien, wo es auch, in farblich angepassten Versionen, immer wieder auftaucht.

Einladung zum Stammtisch

Liebe Mitstreiterinnen, Liebe Freunde, Hallo Borussen,

wie bereits angekündigt wird die Ausstellung „Fan.tastic Females – Football Her.story“ ab Donnerstag, den 15.11.18, im BORUSSEUM zu sehen sein. Daher möchten wir diesmal den Stammtisch mit der Ausstellung verbinden und laden euch ins BORUSSEUM ein.

Am 22.11.18 (ab 18 Uhr) im BORUSSEUM besteht, im Rahmen des Stammtisches, erneut die Gelegenheit den Abend mit netten Menschen zu verbringen. Des Weiteren besteht wie immer die Möglichkeit sich untereinander kennenzulernen und auszutauschen. Ebenfalls kann die Ausstellung besichtigt werden und es stehen diesbezüglich kompetente Personen für Fragen oder Diskussionen zu Verfügung.

Wir freuen uns auf euch
ballspiel.vereint!

Fan.tastic Females – Football Her.story | Workshop

Vom 15. November bis zum 17. Dezember 2018 (Achtung: Verlängert!) wird die Ausstellung „Fan.tastic Females – Football Her.story“ in Dortmund im BVB-Museum BORUSSEUM zu sehen sein. Im Rahmen dieser Ausstellung veranstalten wir mit freundlicher Unterstützung des BVB am 17. November von 11 bis 17 Uhr einen Workshop-Tag im Stadion.

Der Workshop-Tag teilt sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Vormittags werden alle Teilnehmer_innen gemeinsam erarbeiten, warum Frauen häufig so einen schwereren Stand als Fan haben als Männer. Historisch betrachtet ist von je her ein Interesse an Fußball über Geschlechtergrenzen hinweg zu verzeichnen. Trotzdem werden Frauen ausgegrenzt, indem ihnen jedes Verständnis für das Spiel abgesprochen wird und Zuschauerinnen nur als Bewunderinnen der Spieler angesehen werden. Diese Ausschlussmechanismen werden gemeinsam historisch wie soziologisch erarbeitet und analysiert. Dieser Input zu Geschlechterverhältnissen im Fußballstadion legt die Grundlage für die folgenden praktischen Workshops.

Nach einer Mittagspause teilt sich die Gruppe dann in drei Workshops. Einer richtet sich nur an Frauen*, einer nur an Männer* und der dritte an alle Geschlechter.
Für Frauen* gibt es die Möglichkeit sich mit zwei erfahrenen Kampfsportlerinnen und Selbstverteidigungstrainerinnen für die Selbstbehauptung auf der Tribüne fit zu machen. Die Teilnehmerinnen lernen nicht nur Techniken, um sich selbst verteidigen zu können, sondern werden auch auf der Südtribüne praktisches Fan-Handwerk – wie auf Zäune klettern – umsetzen.
Für männliche Teilnehmer wollen wir währenddessen in einer separaten Arbeitsgruppe über Strategien nachdenken, weibliches Fansein solidarisch zu unterstützen und Verhaltensweisen auf den Prüfstand stellen, die dem im Wege stehen könnten.
Ein dritter Workshop soll geschlechterübergreifend Strategien erarbeiten, wie Frauen im Kontext des Fußballs sichtbarer gemacht werden können. Welche Ausgrenzungen haben die Teilnehmer*innen selbst erlebt oder vielleicht auch praktiziert? Wie sind sie bis jetzt damit umgegangen? Handfeste Tipps und Emanzipationsmöglichkeiten werden gemeinsam erarbeitet, damit Frauen auch in der Öffentlichkeit der Platz im Fußball zugesprochen wird, den sie sich längst erkämpft haben.

Die Teilnahme am Workshop-Tag ist kostenlos, eine Anmeldung per Mail an info@ballspielvereint.org jedoch erforderlich. Gebt bitte schon bei der Anmeldung an, an welchem der drei Nachmittagsworkshops ihr teilnehmen wollt. Es wird vor Ort Getränke und Kekse geben, bringt euch bitte einen kleinen Mittagssnack mit. Die Teilnehmerinnen des Selbstbehauptungs-Kurses sollten zudem Sportsachen einpacken.

Weitere Infos zur Ausstellung und weiteren Veranstaltungen findet ihr auf unserer Homepage und unter www.borusseum.de .

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Alle wichtigen Termine im Überblick:

15. November – 17. Dezember | Ausstellung „Fan.tastic Females – Football Her.story“ im BORUSSEUM (Facebook)
17. November | Workshop-Tag von 11 bis 17 Uhr (Facebook)
22. November | ab 18 Uhr offener Stammtisch im BORUSSEUM